Die ersten Tage im neuen Zuhause

So gelingt das richtige Ankommen

Dein Käfig ist eingerichtet, dein Hamster gekauft - jetzt kommt es auf die ersten Tage im neuen Zuhause an. Keine Angst: Ein paar einfache Tricks und schon verstehst du dich mit deinem neuen Hamster einfach super!

» Richtiger Transport

Kaufst du einen Hamster, musst du ihn logischerweise in einem Behälter nach Hause bringen. Häufig bekommst du dafür vom Zoohandel eine kleine Pappschachtel.

Viele Hamsterhalter verteufeln diese Pappschachteln aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen kann ein aktiver Hamster (schließlich solltest du ihn zu einer aktiven Zeit aussuchen) schnell aus der Schachtel ausbrechen. Hamster sind Ausbruchskünstler, und eine dünne Pappschachtel hält die wenigstens Hamster lange auf. Auf der anderen Seite hast du durch eine Pappwand keinen Blick auf deinen neuen Nager und kannst nur schwer einschätzen, wie es ihm im vorübergehenden Gefängnis geht. Versucht dein Hamster auszubrechen, kann er sich außerdem an der Pappe verschlucken.

Komplette Ablehnung gegenüber dieser Schachteln ist trotzdem unangebracht. Ein guter Tipp ist allerdings, mindestens zu zweit zum Zoohandel zu fahren. Damit kann eine Person fahren, während die andere ein Auge auf den Hamster hat.

Natürlich gibt es auch Transportboxen, die geeignet sind. Dabei solltest du allerdings auf die Größe achten - zu große Boxen bergen das Risiko, dass dein Nager bei rasanter Fahrweise durch die Box gewirbelt wird und sich verletzt.

Um den Stress der Autofahrt so gering wie möglich zu halten, solltest du außerdem auf direktem Weg nach Hause fahren. Mache keinen Stopp beim Supermarkt oder um deine Oma zu besuchen - er direkte Weg ist der sicherste.

» Zuhause ankommen

Spätestens nach der Fahrt wird dein Hamster extrem aufgeregt sein. Ungewohnte Personen, Gerüche, Umgebungen und nicht zuletzt die Autofahrt - besonders die ersten Stunden sind stressig.

Nun kommt der schwierigste Part: Ignoriere deinen Hamster. Ja, das ist ernst gemeint.

Dein Hamster braucht Ruhe, um sich an das neue Zuhause und die ungewohnte Umgebung zu gewöhnen. Stelle den Käfig für die ersten Tage in einen ruhigen Raum, decke ihn mit einem dünnen Tuch ab und gönne ihm Ruhe. Komme nicht in Versuchung, nach deinem Hamster zu sehen - und achte darauf auch besonders bei Kindern.

Fülle regelmäßig Wasser und Futter auf, aber gib deinem Hamster drei bis fünf Tage Zeit.

» An dich gewöhnen

Dein Hamster hatte drei bis fünf Tage für sich? Dann kannst du nun anfangen, ihn an dich zu gewöhnen. Wasche dir unbedingt die Hände, bevor du dich deinem Nager näherst. Hamster erkennen dich vor allem am Geruch, der sollte also nicht von Essensgeruch oder Parfüm überdeckt werden. Wasche deine Hände mit klarem Wasser, ohne parfümierte Seife.

Starte damit, dich vor den Käfig zu stellen und ruhig mit deinem neuen Mitbewohner zu sprechen. Damit kann sich ein Hamster an deine Stimme und deine Anwesenheit gewöhnen.

Je nach Hamsterrassen kannst du anschließend versuchen, ein wenig Futter spitz zwischen zwei Finger zu nehmen und das Futter direkt zu geben. Warum je nach Hamsterrasse? Bei Goldhamstern wirst du deutlich einfacher Futter direkt aus der Hand füttern können, als bei Dsungaren. Besonders sehr kleine Hamsterarten sind dafür bekannt, eher kritisch gegenüber Menschen zu sein und den direkten Kontakt eher zu vermeiden.

Achtest du auf all diese Dinge, solltest du innerhalb von einer Woche einen Hamster besitzen, der an seine Umgebung und deine Anwesenheit gewöhnt ist. Ab jetzt kannst du mit der weiteren Zähmung fortfahren.

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